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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

News

21. Oktober 2010 – Besondere Wagennummer zeigt Fahrzeuggeschichte

Aktuelles 3333
Die Wagennummer „3333“ ist tatsächlich etwas Besonderes: Noch nie hatte ein Rheinbahn-Linienfahrzeug eine vierstellige Ordnungsnummer aus vier gleichen Ziffern.

Für den Fahrgast ist die wichtigste Nummer an öffentlichen Nahverkehrsmitteln die Liniennummer. Zusätzlich trägt jedes Fahrzeug aber noch eine Wagennummer: Innerbetrieblich wird der Wagenpark so „durchnummeriert“ und meist sind die Zahlensysteme so aufgebaut, dass anhand der Ordnungsziffern Fahrzeugart, -typ, und -einsatzzweck für den Eingeweihten direkt erkennbar sind. Das erleichtert Werkstätten, Betriebshofdisponenten, Fahrpersonal, Leitstelle, Buchhaltung usw. die Arbeit. Auch bei der Rheinbahn hat jedes Fahrzeug seine Wagennummer: Alle Bahnen und Busse tragen heute eine vierstellige Kennung, jeder Turm-LKW ebenso wie alle Dienstfahrzeuge bis hin zum Gabelstapler in der Zentralwerkstatt.

Ursprünglich hatten die Düsseldorfer Bahnen und Busse Wagennummern in aufsteigender Folge. Das heute gültige vierstellige Nummernsystem wurde ab den 1950er Jahren zunächst im Straßenbahnbereich eingeführt, im Laufe der Zeit verfeinert, immer weiter ergänzt und schließlich auf alle Betriebszweige ausgeweitet. So erhielten 1960 alle Omnibusse die Wagennummern mit vier Ziffern und 1970 als letzte „Fahrzeugklasse“ die Arbeitswagen.

Was kann nun eine Besonderheit an einer solchen Wagennummer sein? Zum Beispiel, dass sie aus vier gleichen Ziffern besteht („Schnapszahl“). Das ist in der fast 130jährigen Nahverkehrsgeschichte Düsseldorfs bei einem Linienwagen noch nicht vorgekommen – bis jetzt. Als erstes Personenfahrzeug der Rheinbahn trägt der 33. Niederflurwagen des Typs NF8 U eine solche Nummer, nämlich die „3333“. Für die Rheinbahn Grund genug, auf dieses Nummernspiel mit einer besonderen Gestaltung hinzuweisen.

Aktuelles 3333
Die verschiedenen Fahrzeugzeichnungen sind sehr dezent an den Seitenflächen des NF8 U angebracht worden, die Jahreszahlen geben die Baujahre der einzelnen Serien an. Im Innenraum sind noch weitere Zeichnungen entlang des Lichtbandes an der Decke vorgesehen, so dass sich auch die Fahrgäste in der Bahn über die Straßenbahnentwicklung orientieren können.
Aktuelles 3333
Detailansicht der Außengestaltung des Tw 3333. Durch die Scheiben sind zwei Originale der dargestellten Wagentypen zu erahnen, nämlich ein Niederflurwagen „NF8“ und ein Stadtbahnwagen „B80“.

Unter den Überschriften „Wir sorgen für Bewegung: Seit 1896“ und „Fortschritt auf der ganzen Linie – Rheinbahn“ werden auf dem 3333 außen und innen die Zeichnungen verschiedener Schienenfahrzeugserien gezeigt. Als fahrende Typentafel wird so ein Querschnitt durch die Geschichte des Rheinbahnwagenparks vorgestellt, die nicht nur einmal mit richtungsweisenden und innovativen Entwicklungen von sich reden machte. Im Btf. Heerdt wurde der Tw 3333 heute mit seiner speziellen Gestaltung vorgestellt, in Kürze wird er in den Linienverkehr gelangen.

Übrigens keine Regel ohne Ausnahme: Die früheren Rheinbahnschiffe wurden mit „echten“ Namen getauft: „Stadt Düsseldorf“, „Kaiserswerth“ und so weiter. Schiffe tragen eben Namen, keine Nummern. Und die historischen Fahrzeuge haben bis heute fast alle ihre ursprüngliche Wagennummer behalten – egal, aus wie vielen Ziffern sie besteht.

(ve)

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1896 wurde die Rheinische Bahngesellschaft im linksrheinischen Stadtteil Oberkassel gegründet und nahm dort ihren Betrieb auf. In diesen Tagen verlässt die Hauptverwaltung diesen traditionsreichen Standort und zieht mit 385 Mitarbeitern in einen Neubau im Gewerbegebiet Lierenfeld in unmittelbare Nachbarschaft zum dortigen Betriebshof.

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