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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

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26. November 2012: 20 Jahre "Linie D"

20 Jahre Linie D
Am 24. November 2012 hat die „Linie D“ ihren Mitgliedern die neu lackierte „Queen Mary“ das erste Mal präsentiert. Die Aufarbeitung ist zwar noch lange nicht beendet, ein wichtiger „optischer“ Zwischenschritt ist aber erreicht.

Ende 1992 haben sich einige Nahverkehrsfreunde zusammengetan und den Verein „Linie D“ gegründet. Seither ist einiges passiert und buchstäblich auch bewegt worden: Historische Fahrzeuge wurden vor dem Schneidbrenner bewahrt und manches „alte Schätzchen“ restauriert, die historischen Stadtrundfahrten sind längst zum festen Bestandteil des Rheinbahn-Fahrplans geworden sowie bei Tagen der offenen Tür, vielen anderen Veranstaltungen und Jubiläen hat der Verein die Rheinbahn tatkräftig unterstützt – Rheinbahn und „Linie D“ können so auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zurückblicken. Daneben kümmert sich die „Linie D“ mit Veröffentlichungen, einem Archiv, einem umfangreichen Teilelager und vielen anderen Aktivitäten um den historischen Nahverkehr in und um Düsseldorf. Insgesamt kann der Verein zu seinem 20. Geburtstag eine durchaus positive Zwischenbilanz ziehen.

Zum 20jährigen Vereinsjubiläum hat die „Linie D“ zwei bemerkenswerte Geschenke bekommen: Der Umbauachtachser 2151 („Queen Mary“), der zu den „Gründungsfahrzeugen“ des Vereins gehört, konnte nach einer Neulackierung erstmals präsentiert werden, und ein moderner NF8 U-Triebwagen hat eine neue Außengestaltung für die „Linie D“ erhalten.

„Queen Mary“ im Blick

In den 1960er Jahren waren die vierachsigen Großraumzüge aus betrieblicher Sicht eigentlich schon überholt, da die zwei erforderlichen Schaffner (je einer auf Trieb- und Beiwagen) nur einer vergleichsweise geringen Zahl von Fahrgästen gegenüberstanden. Ein gleichlanger Achtachser mit zwei Gelenken benötigte nur einen Schaffner und war damit erheblich kostengünstiger. Die Idee: Beide Wagenteile des Großraumzuges wurden durch ein kurzes, schwebendes Mittelteil verbunden und es entstand ein durchgehender Wagen, der von einem Schaffner bedient werden konnte.   Aus dem vierachsigen Triebwagen 2020 und dem Großraumbeiwagen 1604 entstand 1966 auf diese Weise die „Queen Mary“. Das Fahrzeug blieb für den Ortslinienverkehr zwar ein Einzelstück (der Umbau war erfolgreich, kurze Zeit später wurde der Schaffner jedoch generell abgeschafft und weitere Rationalisierungen waren deshalb hinfällig), dennoch – oder gerade deswegen? – hat das Fahrzeug innerhalb der Rheinbahn bis heute einen beinahe legendären Ruf. Bei Gründung der „Linie D“ stand deshalb von Beginn an die Erhaltung der „Queen“ ganz oben auf der Agenda.

20 Jahre Linie D
Trio komplett: Die drei „Gründungsfahrzeuge“ des Vereins nebeneinander versammelt im Btf. Heerdt am 24. November, von links nach rechts K66-Triebwagen 1269, ex-Neusser Tw 2701 und die neu lackierte „Queen Mary“ (Tw 2151).

Nach über zwei Jahrzehnten Abstellung und Aufarbeitung hat der Wagen in diesem Jahr nun mit einer Neulackierung ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Im Rahmen des Vereinsjubiläums konnte die „Linie D“ den Tw 2151 seinen Mitgliedern erstmals mit frischen Farben vorstellen. Nach dem ex-Neusser Triebwagen 2701 und dem ehemaligen Fernbahnwagen 1269 („K66“) steht damit auch das dritte Fahrzeug aus den Gründungstagen der „Linie D“ wieder im Blickfeld.

Moderner Wagen mit historischem Gewand

Im Jahr 2010 haben die Achtachser 2656 und 2663 Seitenwerbungen für die „Linie D“ erhalten. Da die „gelben“ Düwagwagen inzwischen aber nicht mehr im Liniendienst stehen und die beiden Gelenkwagen mit der Vereinswerbung als Sonder- und Winterdienstwagen nur noch selten im Streckennetz zu sehen sind, gibt es nun eine moderne Nachfolge. Der NF8 U-Triebwagen 3375 hat eine cremefarbene Beklebung erhalten mit Schriftzügen und Motiven rund um das Tätigkeitsfeld des Vereins.

20 Jahre Linie D
Pressevorstellung am 26. November des für die „Linie D“ gestalteten Wagens 3375, daneben der Düwag-Achtachser 2656 mit Vereinswerbung, wie er seit 2010 im Einsatz steht. Durch die Folienbeklebung wirkt der cremefarbene NF8 U etwas blasser als der cremelackierte Achtachser.
Neben Schriftzügen zum Vereinsjubiläum (und der Internetadresse) an den Dachkanten zeigen etliche Fotos auf den Seitenflächen des Tw 3375 die Tätigkeitsbereiche der „Linie D“: Historische Fahrzeuge und Personale in historischen Uniformen laden die Fahrgäste zu einer Zeitreise ein. Eine entsprechende Innengestaltung des Wagens ist in Vorbereitung.
20 Jahre Linie D

Nach der vereinsinternen Premiere am 24. November erfolgte heute neben dem Btf. Steinberg die Pressevorstellung des Wagens 3375 in seiner neuen Gestaltung. Mit dabei war einer der bisherigen Werbewagen für die „Linie D“, der Tw 2656, so dass sich „alt“ und „neu alt“ gegenüberstanden.

20 Jahre Linie D

Historischer Nahverkehr und die „Linie D“ im Blickpunkt der Medien: Die Vereinsmitglieder Michael Tesche, Volker Eichhorst und Frank Becker (von links nach rechts) stehen in ihren historischen Rheinbahn-Uniformen vor dem alten und neuen Werbewagen für die Pressefotografen bereit. Symbolisch für den 20. Gründungstag des Verein ist das Linienschild der "20", die vor dem Zweiten Weltkrieg eine kurze Zeit in Düsseldorf fuhr. (Foto: Stephan Winkler)
20 Jahre Linie D
Im "Linie D"-Tw 3375 wird ein Interview mit dem Vereinsvorsitzenden Hans Männel aufgenommen.

(Text: ve, Fotos: ve)

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