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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

News

12. Dezember 2012: Neuer Vorstellschneepflug

Schneepflug
Der neue Vorstellschneepflug 5331 der Rheinbahn mit abgesenkter Auswurfsperre. Die „Kufe“ hinter dem Räumschild dient der selbsttätigen Höheneinstellung des Schildes im Räumbetrieb. Zur Gewichtserhöhung befinden sich auf der Bodenplatte des Arbeitsbeiwagens dicke Metallplatten, davor ist die Hydraulikanlage installiert.

Nach den schneereichen Wintern 2009/2010 und 2010/2011 hatte die Rheinbahn im vergangenen Jahr ihr Winterdienstkonzept verbessert: Interne Warnstufen mit unterschiedlichen Maßnahmenkatalogen je nach Wetterlage und -vorhersage wurden eingeführt und erweiterte Einsatzpläne aufgestellt. Für den Fall, dass der Schnee gar nicht mehr aufhören sollte, wurden außerdem Vorbereitungen für einen Notbetrieb auf den zehn wichtigsten Schienenstrecken getroffen (Linien U74 bis U78, 701, 703, 707, 709 und 712). Außerdem begann die Rheinbahn, ihre Flotte der Winterdienst-Fahrzeuge auszuweiten.

Bei den „Pflügen“ hat es inzwischen weitere Zugänge gegeben, die die Rheinbahn heute vorgestellt hat. Markantester Zuwachs ist dabei der Vorstellschneepflug 5331, den die Rheinbahn in diesem Jahr nach eigenen Entwürfen und in ihren eigenen Werkstätten erstellt hat. Das neue Fahrzeug kommt vor dem Düwag-Sechsachser 5105 (ex 2520, Bj. 1958) zum Einsatz, der dafür einige kleinere Anpassungen erhalten hat.

Schneepflug
Das Winterdienstgespann aus Vorstell-Schneepflug 5331 und Sechsachser 5105 in voller Länge im Btf. Lierenfeld. Die Auswurfsperre am Räumschild befindet sich auf diesem Bild in hochgestellter Position.

Der Vorstellschneepflug wurde auf einem GT8SU-Triebdrehgestell aufgebaut. Das einteilige Räumschild der Fa. Kahlbacher ist hydraulisch höhenverstellbar und seitlich verschiebbar, außerdem verfügt der Schneeräumer an der rechten Seite über eine Auswurfsperre. An Haltestellen oder Gleiskreuzungen können so seitliche Schneeaufhäufungen neben der Räumspur vermieden werden.

Die Steuerung des Räumschildes erfolgt vom schiebenden Triebwagen aus. Der Tw 5105 diente seit etlichen Jahren der Fahrschule und verfügt deshalb über einen zusätzlichen Sitzplatz für den Fahrlehrer direkt neben dem ersten Türflügel. Hier hat im Winterdiensteinsatz jetzt der „Schneepflug-Bediener“ seinen Platz.

Schneepflug
Blick vom Winterdienstplatz im Tw 5105 nach vorne auf den geschobenen Schneepflug. Im Vordergrund rechts das Bediengerät für das Räumschild.

Bewährt sich der neue Vorstellschneepflug, werden noch zwei weitere Exemplare in den Rheinbahn-Werkstätten gebaut. Eingesetzt würden diese beiden Schneepflüge vor den Winterdienst-Achtachsern 2656 und 2663. Der „historische“ Schneepflug 5111 von 1925 wäre dann noch eiserne Reserve für den Winterdienst und könnte ansonsten in den Oldtimerfuhrpark der Rheinbahn wechseln.

Schneepflug
Bei der heutigen Schneepflug-Vorstellung waren auch mehrere LKW der Rheinbahn dabei, die ansonsten internen Zwecken dienen, für den Winterdienst-Einsatz aber mit Schneepflügen und Salzstreuautomaten ausgerüstet werden können. Rechts das jüngste Fahrzeug (MB Axor 2533 von 2011, Wagen 9852), ein dreiachsiger Plateauwagen für den Drehgestelltransport zur Zentralwerkstatt.

(ve)

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