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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

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9. November 2013 - Der letzte rot-weiße GT8SU

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Das Foto zeigt den GT8SU 3206 im Jahr 2005: Von außen ist der Wagen selbstverständlich zugestaubt, leider das kleinste Übel. (Foto: ck)

Wie in den letzten Tagen berichtet wurde, ist nun auch der letzte betriebsfähige GT8SU mit der Nummer 3236 in der alten Stadtbahnlackierung Rot-Weiß nach Hennigsdorf bei Berlin transportiert worden.

Wer sich allerdings Wagenparklisten aus Düsseldorf etwas genauer ansieht, wird feststellen, dass Wagen 3206 seit Jahren abgestellt ist. Dieser Umstand bedingt auch, dass der Wagen nicht zur Modernisierung geschickt wird. Somit schlummert trotz der fast abgeschlossenen Modernisierung noch ein GT8SU im Originalzustand versteckt im Betriebshof.

Seit Anfang Juni arbeitet die AG Fahrzeuge der "Linie D" nun daran, den Wagen wieder vorzeigefähig aufzubereiten. Seit einigen Jahren wurde der Wagen als Ersatzteillager für Teile von verschrotteten GT8SU genutzt, dementsprechend sah er auch aus.

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Ein Blick durch den Wagen zeigt: Hier lagerte alles, von Sandeinfüllrahmen über komplette Türen hin zu Aluminiumprofilen. (Foto: jz)

Auch das Armaturenbrett auf dem A-Kopf zeigte sich wie manch ein Elektrik-Geschränk: Brauchbare Teile wurden entnommen, in diesem Fall aber gleich das ganze Brett. (Foto: jz)

In mühevoller Kleinarbeit wurde das Fahrzeug ausgeräumt, grundgereinigt und mit Teilen komplettiert, die aus anderen GT8SU vor ihrer Modernisierung entnommen werden konnten. Darüber hinaus wurden fehlende Elektronikteile wieder eingebaut, die Werbung abgezogen.

Mit den Arbeiten der AG Fahrzeuge wird die Substanz des Fahrzeugs erhalten und verbessert. Wir informieren selbstverständlich über den weiteren Verlauf.

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Nach einer Reinigung und dem Entfernen der Werbung sieht das Fahrzeug schon deutlich besser aus, allerdings wurden seit 2005 noch zwei Scheiben entnommen. (Foto: jz)

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Inzwischen zeigt sich der Innenraum wieder komplett und vertraut. Dem Graffiti auf den Scheiben links wurde auch bereits zu Leibe gerückt. (Foto: jz)

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Auch das zuvor fehlende Armaturenbrett hat wieder einen brauchbaren Zustand. Das LZB-Bediengerät und das IBIS wurden selbstverständlich mit der Abstellung des Wagens ausgebaut. (Foto: jz)

Es gibt trotz allem noch viel zu tun, dennoch sind wir zuversichtlich, dass Wagen 3206 als letzter rot-weißer GT8SU auf einem guten Weg ist. Im Folgenden für alle interessierten Leser noch einige Bilder in chronologischer Reihenfolge.

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Als wir am 01.06.2013 mit Aussicht auf das baldige Ende der nicht modernisierten GT8SU im Linienverkehr anfingen, das Fahrzeug wieder auf Vordermann zu bringen, zeigte sich der unglaubliche Umfang des Projekts noch nicht. (Foto: pb)

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Sind die Scheiben erst einmal vom gröbsten Dreck befreit, macht das Fahrzeug schon einen besseren Eindruck. Noch am gleichen Tag verschwand auch die inzwischen durch Sprayer "verzierte" Werbefolie. (Foto: pb)

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Ohne Folie, völlig eingeparkt aber dafür noch mit den Scheinwerferrahmen endete ein weiterer Arbeitstag, das Ergebnis kann sich sehen lassen. (Foto: pb)
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Bei Tageslicht zeigt sich der Innenraum in einer etwas anderen Optik: Die Decke muss neu lackiert werden und der Boden etwas nachbehandelt. Die Sitzpolster und Sitzteile aus inzwischen modernisierten GT8SU machen allerdings einen guten Eindruck. (Foto: pb)

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Auf der Arbeitsgrube wird der Wagen von unten beleuchtet um sicher zu gehen, dass relevante Teile wie der Umformer oder das Schaltwerk vorhanden und unversehrt sind. Entwarnung: Alles bestens. Dennoch müssen noch wichtige Arbeiten durchgeführt werden bevor das Fahrzeug das erste Mal nach 13 Jahren wieder den Stromabnehmer heben kann. (Foto: pb)

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Auch dem Graffiti wurde in der Zwischenzeit zu Leibe gerückt. Während nach knapp 12 Arbeitsstunden der Teil zwischen der ersten und zweiten Tür fertig ist, ist trotzdem nur gerade einmal die Hälfte geschafft. (Foto: pb)

(jz)

Aktuell

15. Oktober

25 Jahre "Linie D" war Grund genug, den historischen Rheinbahn-Betriebshof Am Steinberg für Besucher zu öffnen. Von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr waren die Tore geöffnet. Ungewöhnlich: Nicht die ausgestellten historischen Fahrzeuge oder der Zubringerverkehr mit fünf Oldtimerzügen standen zuerst im Vordergrund des Interesses. Sie wurden von vielen Besuchern erst einmal "links liegengelassen".

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Neu im Shop

<Linie D> Ausgabe 2.2017

 

"Linie D" wurde 1992 vor 25 Jahren gegründet. Aus diesem Anlass beschäftigt sich die neue Ausgabe u. a. mit Themen rund um den Verein. Selbstverständlich berichten wir auch wieder Interessantes über den aktuellen und historischen Nahverkehr in der Region Düsseldorf.

Aus dem Inhalt:

"Linie D" wird 25!
25 Jahre Begeisterung für den Nahverkehr;
Der Steinberg - Ein Industriedenkmal mit Zukunft;
Flexen, Spachteln, Lackieren

Aktuell:
Neue Leichtbaubusse bei der Rheinbahn
Die Rheinbahn in Daten

Nahverkehrsgeschichte der Region:
80 Jahre Rheinbahnbetrieb im "Mettmanner Netz" (Teil 2)

"Linie D" aktuell:
Abschiedsfahrt O 350 MÜ
Ein Besuch in Bremen

ÖPNV international:
Daugavpils

3,00 EUR

(zuzüglich Porto und Verpackung)

zur Bestellung: redaktion@linied.net

Düsseldorfer Verkehrsgeschichte - Historische Busse und Bahnen in Düsseldorf

<Linie D>, Ausgabe 1.2015

2010 erschien unter dem Titel "Historische Straßenbahnen in Düsseldorf" erstmalig unsere Zusammenstellung der in Düsseldorf erhaltenen historischen Bahnen. Diese Broschüre wurde nun aktualisiert und um einen Busteil ergänzt:

In Düsseldorf gibt es eine große Anzahl von historischen Straßenbahnen, die überwiegend betriebsfähig sind. Aber auch Oldtimer-Busse vom Büssing-"Schauzenbus" bis zum MAN S 80 repräsentieren die Verkehrsgeschichte in der Landeshauptstadt. Insgesamt sieben historische Busse sind jetzt mit einer kurzen Textbeschreibung, technischen Daten und einem Bild in die Broschüre neu aufgenommen worden.

4,90 EUR

(zuzüglich Porto und Verpackung)

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zur Bestellung: redaktion@linied.net

 

Steinberg

Steinberg

"Linie D" setzt sich für die Erhaltung des historischen Betriebshofs Am Steinberg als Mobilitätszentrum und als Standort für die historischen Düsseldorfer Bahnen ein.

Weitere Informationen auch unter
www.am-steinberg.com