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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

News

1. März 2013 - NF8U als Ausstellungsobjekt in Aachen

Am 10. März entscheiden die Aachener Bürger in einem Bürgerentscheid über den Bau der Campusbahn. Dabei müssen mindestens 10 % der Stimmberechtigten dafür oder dagegen sein, damit das Ergebnis wirksam werden kann.

In Aachen wird schon seit einiger Zeit die Wiedereinführung der Straßenbahn im modernen Gewand diskutiert. Die sogenannte „Campusbahn“ soll im Jahr 2019 in Betrieb gehen und dabei auf einer Streckenlänge von 12,3 km das Universitätsklinikum im Westen der Stadt mit der Campus-Erweiterung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, der Innenstadt und Brand im Südosten der Stadt verbinden.

Seit 1974 verkehren in der Städteregion Aachen keine Straßenbahnen mehr. Das könnte sich schon ab 2019 ändern. Dann wären Aufnahmen aus Aachen, die Straßenbahn und Bus nebeneinander zeigen, keine Seltenheit mehr.

Bis 1974 wurde das einst 181 km lange Straßenbahnnetz in Aachen und Umgebung sukzessive eingestellt. Seit 2010 wird das Projekt der Wiedereinführung der Straßenbahn in Aachen, nach mehreren zuvor gescheiterten Anläufen, vorangetrieben. Insbesondere die stark zunehmende Zahl an Studenten in Aachen sowie die steigenden Fahrgastzahlen der Aachener Buslinien, größtenteils betrieben von der „Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs-AG“ (ASEAG), sorgen dafür, dass das Aachener Busnetz in Spitzenzeiten an seine Belastungsgrenze stößt. Darauf reagierte man bereits 2003 mit dem Einsatz von 25 Meter langen Doppelgelenkbussen auf den Hauptlinien. Die Campusbahn, die nach derzeitigem Stand rund 243 Millionen Euro kosten wird, soll mit größeren und bequemeren Fahrzeugen in einem dichten Takt Abhilfe schaffen.

Im Innenraum des NF8U können sich noch bis Sonntag die Besucher über das Projekt der Campusbahn informieren.

Die Campusbahn ist aber gerade wegen der Kosten, die zu einem Großteil von Bund und Land finanziert werden können, und der entstehenden Baustellen während der Bauzeit nicht unumstritten. Deshalb können die Aachener Bürgerinnen und Bürger am 10. März bei einem Bürgerentscheid über das Projekt der Campusbahn abstimmen.

Als Werbeträger für eine moderne, komfortable und barrierefreie Niederflurstraßenbahn dient dabei ein Rheinbahnwagen. Der NF8U 3371 befindet sich noch bis einschließlich diesen Sonntag auf dem Willy-Brandt-Platz in der Aachener Innenstadt, um den Aachenern Appetit auf eine eigene Straßenbahn zu machen. Im Inneren des 3371 besteht für alle Besucher die Möglichkeit, sich auf Displays über die Campusbahn zu informieren oder im Gespräch mit Mitarbeitern der Stadt Aachen offene Fragen zum Thema zu klären.

Einst ein Rheinbahnfahrzeug, gelangte der Triebwagen 107 im Jahr 1962 nach Aachen und bereichert heute die fahrfähige Sammlung der Bergischen Museumsbahnen (BMB) in Wuppertal.

Übrigens: Dass Straßenbahnen der Rheinbahn nach Aachen kommen, ist nichts Neues. Bereits nach der Einstellung der beiden meterspurigen Straßenbahnstrecken nach Vohwinkel (Linie V) und Ohligs (Linie O) in den Jahren 1961/ 1962 konnte die Rheinbahn insgesamt 5 vierachsige Triebwagen aus der Nummernreihe 106 – 119 der Baujahre 1935 bis 1936 an die ASEAG abgeben. Noch bis 1969 leisteten sie in Aachen und Umgebung ihren Dienst, ehe sie auch dort wegen Streckenstilllegungen ausgemustert wurden. Der Triebwagen 107 gelangte über Umwege zu den Bergischen Museumsbahnen (BMB) in Wuppertal und ist dort heute mustergültig restauriert regelmäßig im Einsatz.

Unabhängig von Fahrzeugverkäufen gab es vor einigen Jahrzehnten sogar regelmäßig Rheinbahnfahrzeuge in der Karlsstadt. Noch in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre verkehrte die Buslinie 70 von Düsseldorf nach Aachen (Gemeinschaftslinie von Rheinbahn, Aachener Straßenbahn und Bundesbahn). Sechs Fahrtenpaare pro Tag haben beide Städte bei einer Fahrtdauer von zwei Stunden verbunden.

Aachen
Fahrplan 1955/1956 der "Kraftfahrschnellinie 70" von Düsseldorf nach Aachen, gültig ab 2. Oktober 1955. (Sammlung: ve)

(as)

Aktuell

15. Oktober

25 Jahre "Linie D" war Grund genug, den historischen Rheinbahn-Betriebshof Am Steinberg für Besucher zu öffnen. Von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr waren die Tore geöffnet. Ungewöhnlich: Nicht die ausgestellten historischen Fahrzeuge oder der Zubringerverkehr mit fünf Oldtimerzügen standen zuerst im Vordergrund des Interesses. Sie wurden von vielen Besuchern erst einmal "links liegengelassen".

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Neu im Shop

<Linie D> Ausgabe 2.2017

 

"Linie D" wurde 1992 vor 25 Jahren gegründet. Aus diesem Anlass beschäftigt sich die neue Ausgabe u. a. mit Themen rund um den Verein. Selbstverständlich berichten wir auch wieder Interessantes über den aktuellen und historischen Nahverkehr in der Region Düsseldorf.

Aus dem Inhalt:

"Linie D" wird 25!
25 Jahre Begeisterung für den Nahverkehr;
Der Steinberg - Ein Industriedenkmal mit Zukunft;
Flexen, Spachteln, Lackieren

Aktuell:
Neue Leichtbaubusse bei der Rheinbahn
Die Rheinbahn in Daten

Nahverkehrsgeschichte der Region:
80 Jahre Rheinbahnbetrieb im "Mettmanner Netz" (Teil 2)

"Linie D" aktuell:
Abschiedsfahrt O 350 MÜ
Ein Besuch in Bremen

ÖPNV international:
Daugavpils

3,00 EUR

(zuzüglich Porto und Verpackung)

zur Bestellung: redaktion@linied.net

Düsseldorfer Verkehrsgeschichte - Historische Busse und Bahnen in Düsseldorf

<Linie D>, Ausgabe 1.2015

2010 erschien unter dem Titel "Historische Straßenbahnen in Düsseldorf" erstmalig unsere Zusammenstellung der in Düsseldorf erhaltenen historischen Bahnen. Diese Broschüre wurde nun aktualisiert und um einen Busteil ergänzt:

In Düsseldorf gibt es eine große Anzahl von historischen Straßenbahnen, die überwiegend betriebsfähig sind. Aber auch Oldtimer-Busse vom Büssing-"Schauzenbus" bis zum MAN S 80 repräsentieren die Verkehrsgeschichte in der Landeshauptstadt. Insgesamt sieben historische Busse sind jetzt mit einer kurzen Textbeschreibung, technischen Daten und einem Bild in die Broschüre neu aufgenommen worden.

4,90 EUR

(zuzüglich Porto und Verpackung)

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zur Bestellung: redaktion@linied.net

 

Steinberg

Steinberg

"Linie D" setzt sich für die Erhaltung des historischen Betriebshofs Am Steinberg als Mobilitätszentrum und als Standort für die historischen Düsseldorfer Bahnen ein.

Weitere Informationen auch unter
www.am-steinberg.com