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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

News

25. März 2013 - Altstadt vier Tage ohne Straßenbahnen

Jan-Wellem-Platz
Ein Bild vom 21. März 2013 (letzte Woche Donnerstag) vor dem Abriss der Autohochstraße im Bereich des Jan-Wellem-Platzes. Aus der Schadowstraße kommend erreicht ein in Richtung Altstadt fahrender Wagen der umgeleiteten Linie 715 die ehemalige „Straßenbahndrehscheibe“. Die im Vordergrund nach rechts und links abbiegenden Gleise sowie die querenden Schienen werden derzeit nicht befahren.

Der Abbruch des „Tausendfüßlers“ geht weiter. In den letzten vier Tagen (von Freitag, 22. März, bis einschließlich heute) wurde der Teil der Autohochstraße über dem Gleisknoten am Jan-Wellem-Platz abgerissen, weshalb der Straßenbahnverkehr der Rheinbahn vollständig über den Düsseldorfer Hauptbahnhof geführt werden musste. Bis zu elf Oberflächenlinien verkehrten hier zu Spitzenzeiten. Zusätzlich zu den seit 25. Februar für die Linien 701, 706 und 715 geltenden Umleitungen mussten die Linien 701, 703, 706, 712, 713 und 715 vier Tage lang einen großen Bogen um die Altstadt und den Jan-Wellem-Platz machen. Der Bereich Nordstraße (U), Sternstraße, Jan-Wellem-Platz, Steinstraße (U), Heinrich-Heine-Allee und Benrather Straße konnte nicht von Straßenbahnen angefahren werden, andere Haltestellen wurden nicht von allen gewohnten Linien erreicht. Insgesamt galten die folgenden Abweichungen:

  • 701 - zwischen Dreieck und Morsestraße über Linie 707 (Marienhospital – Schloss Jägerhof – Hauptbahnhof – Fürstenplatz),
  • 703 - ab Jacobistraße über Oststraße – Hauptbahnhof – Graf-Adolf-Platz zum Polizeipräsidium, Rückfahrt ab Hauptbahnhof über Worringer Platz zur Pempelforter Straße,
  • 706 - zwischen Marienhospital und Graf-Adolf-Platz über Schloss Jägerhof und Hauptbahnhof, am Graf-Adolf-Platz in beiden Richtungen Schleifenfahrt um das „GAP 15“,
  • 712 - ab Jacobistraße über Oststraße – Hauptbahnhof zum Graf-Adolf-Platz, Rückfahrt ab Hauptbahnhof über Worringer Platz zur Pempelforter Straße, am Graf-Adolf-Platz in beiden Richtungen Schleifenfahrt um das „GAP 15“,
  • 713 - ab Jacobistraße über Oststraße – Hauptbahnhof – Fürstenplatz zum Bilker Bahnhof, Rückfahrt ab Hauptbahnhof über Worringer Platz zur Pempelforter Straße (am Sonntag, 24. März Endpunkt am Hauptbahnhof),
  • 715 - zwischen Dreieck und Graf-Adolf-Platz über Marienhospital – Schloss Jägerhof – Hauptbahnhof – Berliner Allee, weil es an der Berliner Allee keine Gleisverbindung Stresemannplatz <> Luisenstraße gibt, waren zusätzlich Stichfahrten zum Graf-Adolf-Platz erforderlich (hier in beiden Richtungen Schleifenfahrt um das „GAP 15“).
Jan-Wellem-Platz
Die Linie 703 verkehrte nicht zum Kirchplatz, sondern über Hauptbahnhof zur Schleife am Polizeipräsidium (Tw 2129 bei der Einfahrt in die Hubertusstraße neben der Rheinkniebrücke).
Jan-Wellem-Platz
Zahlreiche Fahrten gab es an diesem Wochenende über die Schleifenfahrt am Graf-Adolf-Platz um den Komplex „GAP 15“. Im Bild biegt ein Wagen der Linie 712 in das Schleifengleis in der Carl-Theodor-Straße ein. Üblicherweise fahren hier nur Betriebsfahrten sowie Ein- und Ausrücker.

Eine besonders hohe Streckenbelegung bestand insbesondere im Abschnitt Jacobistraße – Hauptbahnhof (in Fahrtrichtung Hauptbahnhof verkehrten hier die Linien 701, 703, 706, 707, 712, 713 und 715) sowie zwischen Berliner Allee und Graf-Adolf-Platz (Linien 701, 703, 704, 706, 709, 712, 715 und zeitweise 719). Auch die Häuserblockumfahrung am Graf-Adolf-Platz, also die Schleifenfahrt durch die Carl-Theodor-Straße um das Hochhaus „GAP 15“ herum, wurde reichlich genutzt: Bis zu 36 Bahnen pro Stunde verkehrten hier (Linien 706, 712 und 715 jeweils in beiden Fahrtrichtungen).

Wegen der Umleitungen konnten die Linien 703 und 712 nicht wie gewohnt mit NF6- bzw. NF8 U-Doppelzügen bedient werden. An den vier Sperrungstagen waren im Straßenbahnnetz deshalb ausnahmsweise nur Solowagen im Einsatz.

Jan-Wellem-Platz
Der Abriss der Autohochstraße verlief wie geplant. Am späten Montagnachmittag (25. März) war die Autohochstraße über dem Gleiskreuz am Jan-Wellem-Platz und deren Stützpfeiler bereits vollständig verschwunden und der Schutt weggeräumt, nur die Oberleitungen waren noch nicht wieder gespannt (Aufnahme aus derselben Perspektive wie im ersten Bild).

(ve)

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