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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

News

19. Juli 2013 – 60 VDL-Leichtbaubusse für die Rheinbahn

 

Ein neues „Gesicht“ bei der Rheinbahn: Eine Flotte von 60 VDL-Leichtbaubussen wird derzeit in Dienst gestellt.

Derzeit stellt die Rheinbahn 60 „Leichtbaubusse“ des niederländischen Herstellers VDL Bus & Coach in Dienst (Wagen 7611 – 7670, Typenbezeichnung Citea LLE-120). Besonderheit der Busse ist die erheblich leichtere Bauweise: Auf das Stahlchassis wird ein Edelstahlgerippe aufgebaut, während Fußboden und Dach aus mehrschichtigen Kunststoffplatten bestehen. Seitenbeplankung und viele weitere Teile sind ebenfalls aus Kunststoffen gefertigt, ferner werden kleinere Räder und leichtere Achsen verwendet, was zu einer weiteren Gewichtseinsparung führt.

Zur Pressevorstellung der neuen „VDL-Leichtbaubusse“ hatte die Rheinbahn heute eine kleine Parade im Btf. Heerdt aufgebaut. Aus der Vogelperspektive sind zu sehen: 7629, 7633, 7624, 7632, 7630, 7628 und 7639.

Im Ergebnis bringt ein Citea nur rund neun Tonnen auf die Waage und damit etwa drei Tonnen weniger als ein „normaler“ Solobus in konventioneller Bauweise. Das ermöglicht zusätzlich die Verwendung eines Motors mit etwas geringerer Leistung als üblich (165 kW / 225 PS mit 6,7 Liter Hubraum, Euro 5/EEV), so dass unter dem Strich der Kraftstoffverbrauch um 20 bis 25% sinkt – bei praktisch unveränderten Anschaffungskosten. Die (Gelenk-) Hybridbusse der Rheinbahn haben in dieser Beziehung die in sie gesetzten Erwartungen bei weitem nicht erfüllt: Wesentlich höhere Anschaffungs- und Unterhaltungskosten brachten nur eine deutlich geringere Dieseleinsparung.

Innenansicht eines Citea: Als „Low-Entry“-Wagen ist der vordere Bereich des Busses zwischen den beiden Türen vollniederflurig, der höherliegende Heckbereich wird über zwei flache Stufen erreicht. Für den unterflur angeordneten Antrieb besteht so ausreichend Platz und alle Sitze sind podestfrei angeordnet.

Dem Großauftrag vorausgegangen war eine intensive Erprobung von zwei VDL-Bussen „Ambassador 200“ (dem Vorgängermodell des Citea) bei der Rheinbahn seit 2010. Die beiden Wagen haben sich bei Fahrgästen, Fahrern und in den Werkstätten bestens bewährt, was letztlich zur aktuellen Großbestellung führte. Bei der beachtlichen Flotte handelt es sich übrigens um die bisher größte Lieferung von VDL-Linienbussen in Deutschland.

Inzwischen bekommt die Rheinbahn auch häufiger Besuch von Vertretern anderer Verkehrsunternehmen, die sich ein Bild von der Leichtbauweise machen möchten. In mehreren Städten wurden auch eigene Leichtbaubusse angeschafft, um Erfahrung zu sammeln. Denkbar ist somit eine weitere Verbreitung der Marke VDL in Deutschland, die bisher vorrangig in den BeNeLux-Ländern zu Hause war.

Die ersten neuen „Leichtbaubusse“ haben bereits den Linienbetrieb aufgenommen. Das Bild vom 14. Juli 2013 zeigt den Wagen 7621 an der Hst. Haus Meer. Die Busse verfügen über Schwenkschiebetüren (vorne einfach-, in der Mitte doppeltbreit).

Leichtbaubusse zukünftig im gesamten Rheinbahngebiet

Bereits die Hälfte der neuen Fahrzeuge ist an die Rheinbahn ausgeliefert. Die ersten „Leichtbaubusse“ stehen seit dem 12. Juli 2013 im Linienverkehr, die weiteren Wagen werden nach und nach in den nächsten Wochen folgen. Ein Einsatz ist zunächst von den Betriebshöfen Benrath, Heerdt und Mettmann vorgesehen, nach Abschluss von Modernisierungsarbeiten (die in diesen Tagen starten und zu einer vorübergehenden Schließung führen) ab September dann auch vom Btf. Tiefenbroich aus. Die VDL-Wagen werden in Kürze also im gesamten Rheinbahn-Betriebsgebiet anzutreffen sein.

Und ein weiterer Linienwagen: 7613 der Linie SB 51 von der türlosen Seite am Düsseldorfer Flughafenbahnhof.

Die Neuwagen ersetzen die Neoplan-Midibusse der Reihe 8700 (nach 30 Jahren die letzten Neoplanwagen bei der Rheinbahn überhaupt) und eine größere Anzahl der MAN-Solowagen der Reihe 7300 (NL 223/263).

(ve)

Aktuell

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7. Januar 2018

Was lange währt, wird endlich gut! Bereits im Jahr 2006 zur Eröffnung des „ISS Dome“ an der Theodorstraße im Düsseldorfer Norden sollte eine neue Straßenbahnstrecke einen leistungsfähigen Anschluss herstellen. Dass es mehr als ein Jahrzehnt länger gedauert hat, lag an Grundstücksfragen, nach deren Klärung es dann immerhin sehr zügig ging:

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