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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

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16. Mai 2014 – Endstelle Rheinstraße wird umgebaut.

Krefeld
Die bisherige Situation an der Endstelle Krefeld-Rheinstraße mit dem abfahrbereiten Stadtbahnzug 4238 + 4272 (8. Mai 2014). Seit Jahrzehnten haben die Rheinbahnzüge zwischen den Gleisen der Krefelder Straßenbahn umgesetzt. Das Gleisbild der normalspurigen Umsetzstelle stammte noch aus der Zeit der Düwag-Achtachser mit Beiwagenbetrieb, das rechte kürzere Gleis der Endstelle diente früher zum Überholen der Beiwagen.

Die allererste Rheinbahnlinie war im Dezember 1898 die elektrische Schnellbahn vom Ratinger Tor unweit der Düsseldorfer Altstadt bis zur Rheinstraße in Krefeld. Die Endstelle dieser Strecke liegt bis heute in der Krefelder Innenstadt auf dem Ostwall.

Mit der Einführung von Großraum- und Gelenkwagen in Einrichtungsbauweise ab den 1950er Jahren wurden nach und nach alle Endstellen der Rheinbahn mit Wendeschleifen ausgerüstet. Gleichzeitig konnte das Umkuppeln und Umrangieren der Zweiachserzüge entfallen. Nur für die Endstelle der „K“ in Krefeld war aus Platzgründen der Bau einer Schleife nicht möglich. Die Krefelder Fernlinie erhielt in der Wirtschaftswunderzeit deshalb die bekannten Düwag-Modelle abweichend in Zweirichtungsbauart, weil auf dem Ostwall weiterhin „Kopf gemacht“ werden musste. Je nach Zugzusammenstellung war es im Beiwagenbetrieb hier auch weiterhin erforderlich, umzurangieren.

Krefeld
Entgegengesetzter Blick von der Kreuzung Rheinstraße auf die gleichnamige Haltestellenanlage mit Krefelder Meterspur und der Rheinbahn-Umsetzstelle in der Mitte an ihrem letzten Betriebstag (8. Mai 2014). Das normalspurige Ausziehgleis im Vordergrund stammt noch aus der Zeit, als die Fernbahn-Achtachser um ihre Beiwagen rangieren mussten.

Die Endstelle an der Rheinstraße war deshalb die letzte reguläre Kuppelendstelle im Rheinbahnnetz. Seit dem Einsatz von GT8S-Zweirichtungs-Gelenkwagen und später von reinen Stadtbahnfahrzeugen war zwar kein Rangieren mehr erforderlich, die Gleisanlage blieb aber unverändert erhalten. Bis zuletzt befand sich in Krefeld somit eine Kuppelendstelle mit Überholgleis, wenn auch nicht mehr in dieser Funktion genutzt.

In diesem Jahr hat nun eine grundlegende Umgestaltung der Haltestellenanlage an der Rheinstraße begonnen. Alle Straßenbahnlinien – Krefelder Meterspur und Rheinbahn-Normalspur – erhalten hier einen gemeinsamen überdachten Mittelbahnsteig im Bereich der bisherigen Haltestellen. Mit dem Fortschreiten der Bauarbeiten wurde die Rheinbahn-Umsetzstelle Ende der vergangenen Woche stillgelegt, die letzten Linienwagen beider Spurweiten verkehrten hier in der Nacht 8./9. Mai 2014.

Bis Mitte nächsten Jahres wird die gesamte Gleis- und Haltestellenanlage an der Rheinstraße in mehreren Phasen umgestaltet, was auch für die Krefelder Straßenbahnen wechselnde Änderungen mit sich bringt. Während die SWK-Linien über die Betriebsstrecke in der Philadelphiastraße umgeleitet werden, können die normalspurigen Rheinbahnen die Krefelder Innenstadt mangels alternativer Gleisführungen allerdings vorerst nicht mehr anfahren.

Krefeld
Seit dem 9. Mai 2014 enden alle aus Düsseldorf kommenden Fahrten in Dießem. Die Bahnen setzen hier am Ankunftsbahnsteig um und fahren über den Gleiswechsel (wie ansonsten nachmittags die Schnelllinie U70) auf das Gegengleis zurück nach Düsseldorf. Die Aufnahme vom 14. Mai 2014 zeigt den soeben in Dießem angekommenen Zug 4102 (Rheinbahn-Bistro) + 4228.
Rheinbahn-Normalspur und Krefelder Schmalspur sind in der Seidenstadt in der Hansastraße und auf dem Ostwall als Vierschienengleise verlegt. Die Rheinbahnschienen haben seit letzter Woche erst einmal Betriebsruhe und zeigen deshalb inzwischen eine Rostschicht, die Meterspur ist weiterhin blankgefahren. Das Bild zeigt eine Kombination aus Meterspurabzweig und normalspurigem Gleisbogen an der Voltastraße.
Krefeld

Wenn die Arbeiten in etwa einem Jahr abgeschlossen sind, werden die Stadtbahnen den neuen Mittelbahnsteig an der Rheinstraße bedienen, die Rheinstraße queren und in einer neuen zweigleisigen Kehranlage umsetzen. Diese Umsetzgleise werden sich in der Lage der bisherigen Schmalspurgleise in Straßenmitte befinden. Mit der neuen Kehrgleisanlage können auch zukünftig nur Zweirichtungszüge nach Krefeld fahren, jedoch keine Mehrwagenzüge mehr aus Trieb- und Beiwagen, da die Möglichkeit zum Umrangieren entfallen wird.

Krefeld
Sofort nach Stilllegung der alten Gleisanlage an der Rheinstraße wurden alle Oberleitungen entfernt und die Bagger und die Gleisbautrupps rückten an. Die Aufnahme vom 14. Mai zeigt den trostlosen Zustand der nicht mehr benötigten Haltestellen.
Zunächst wurden für die schmalspurigen Krefelder Straßenbahnlinien auf den Kreuzungen Ostwall/Rheinstraße und Ostwall/St.-Anton-Straße die neuen Weichen, Kreuzungen und Gleisbögen sowie zwischen den beiden Kreuzungen neue Gleise beiderseits der bisherigen Trasse verlegt. In Mittellage ist die neue zweigleisige Kehranlage für die Rheinbahn vorgesehen, hierfür wurden in den neuen Meterspurgleisen jetzt auch die ersten normalspurigen Abschnitte verlegt (rechts für die Einfahrt, links für die Ausfahrt der Kehranlage).
Krefeld

(ve)

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