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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

News

7. Januar 2014 - Eröffnung der Hafenbahn

Medienhafen
Der Eröffnungszug 3372 erreicht vor der Kulisse der markanten Bebauung des Medienhafens und des Fernsehturms die neue Endhaltestelle an der Kesselstraße.

Der Düsseldorfer Handels- und Wirtschaftshafen hat in den innenstadtnahen Bereichen sein Gesicht in den letzten Jahrzehnten völlig gewandelt. Güterumschlag und Industrie sind neuen Arbeitsplätzen aus Werbung und Medien gewichen, der „Medienhafen“ ist entstanden. Abends und an den Wochenenden ist das Viertel außerdem zum angesagten Freizeittreffpunkt geworden und für die nächsten Jahre ist die Ansiedlung von weiteren Arbeitsplätzen und auch Wohnungen vorgesehen.

Zur Verbesserung der Nahverkehrsanbindung hat der Medienhafen nun einen eigenen Straßenbahnanschluss erhalten, der heute feierlich eröffnet wurde. Mit dem Fahrplanwechsel beginnt Morgen (8. Januar) mit Betriebsbeginn die fahrplanmäßige Bedienung des neuen Abschnittes durch die verlängerte Linie 719.

Heute Vormittag verkehrte der NF8 U-Triebwagen 3372 als Eröffnungs-Sonderzug zur neuen Endstelle an der Kesselstraße. Als „erste Fahrgäste“ waren Oberbürgermeister Dirk Elbers, Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller und die beiden Rheinbahnvorstände Dirk Biesenbach und Klaus Klar an Bord, die in Anwesenheit von zahlreichen Pressevertretern die neue Strecke einweihten.

Medienhafen
Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller, die Rheinbahnvorstände Klaus Klar und Dirk Biesenbach sowie Oberbürgermeister Dirk Elbers haben die neue Straßenbahnverbindung in den Medienhafen eröffnet (Endstelle Kesselstraße).

Die neue Trasse in den Medienhafen zweigt an der Haltestelle Franziusstraße von der bestehenden Strecke der Linie 708 ab und erreicht über die Zwischenhaltestelle „Speditionstraße“ die zweigleisige Endstelle „Medienhafen, Kesselstraße“. Die gut 500 Meter lange Verbindung erschließt den südlichen Bereich des Medienhafens, gleichzeitig werden die Straßenbahnlinie 708 sowie die deckungsgleich mit der Neubaustrecke verkehrende Buslinie 725 ergänzt.

Medienhafen
Einen Tag vor Aufnahme des planmäßigen Straßenbahnverkehrs zum Medienhafen steht der Eröffnungszug 3372 an der Abfahrtshaltestelle Kesselstraße. Im Hintergrund beginnt der Wirtschaftshafen, über dem Heck des Triebwagens ist der Doppelbogen der Hammer Eisenbahnbrücke zu erkennen.
Eröffnungszug 3372 fährt auf dem Rückweg von der Kesselstraße zur Innenstadt in die Zwischenhaltestelle Speditionstraße ein. Im Hintergrund die Silos eines Futtermittelherstellers, rechts moderne Architektur des Medienhafens.
Medienhafen

Ebenfalls der neuen Hafenbahn zuzurechnen ist ein doppelter Gleisabzweig an der Bilker Kirche, der bereits im Mai 2010 angelegt worden war. Die Gleisbögen ermöglichen eine neue Fahrtbeziehung Graf-Adolf-Platz bzw. Landtag – Medienhafen über Bilker Kirche, die jetzt erstmals angeboten wird.

Medienhafen
Die Linie 719 vom und zum Medienhafen wird die neue doppelte Gleisverbindung an der Bilker Kirche benutzen (im Bild Blickrichtung von der Gladbacher Straße / Linie 708 in die Neusser Straße / Linien 704 und 709).

Die Kosten für die neue Strecke in den Medienhafen und die Gleisverbindung an der Bilker Kirche liegen zusammen bei rund 7,8 Mio. Euro. Die Bauarbeiten im Medienhafen haben im Frühjahr 2013 begonnen, die ersten Vorleistungen (eine kurze Gleisüberfahrt) waren in Zusammenhang mit Straßenbauarbeiten bereits im Sommer 2012 erbracht worden.

Derzeit noch unbebaut ist das Umfeld der neuen Wendeschleife an der Kesselstraße, so dass von hier aus derzeit noch freie Sicht auf die Bauten des Medienhafens und den Düsseldorfer Fernsehturm besteht. Auf den bereits vorbereiteten Bauflächen sind weitere Arbeitsplätze und auch Wohnungen geplant, die der neuen Straßenbahn weitere Fahrgäste bringen werden.

Der Wirtschaftshafen bis zum Kraftwerk „Lausward“ wird unverändert von der Buslinie 725 bedient. Diese Linie erreicht auch den Kernbereich des Medienhafens entlang der Hammer Straße (Erftplatz, Gehry-Bauten, WDR-Funkhaus). Eine diskutierte Bahnlinie entlang der Hammer Straße – zeitweise war auch eine historische Bahnlinie im Gespräch – hatte im Jahr 2007 keine Mehrheit im Stadtrat gefunden.

(ve)

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