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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

News

9. April 2016 - Nacht der Museen

Nacht der Museen
Bereits kurz nach 19:00 Uhr drängten sich die Besucher in der Werkstatthalle.

Premiere

Alljährlich findet im Frühjahr die Nacht der Museen statt. Düsseldorfs Museen, Galerien, kulturelle Initiativen präsentieren sich zu nächtlicher Stunde den Besuchern. Rund 50 Veranstaltungsorte öffneten am 9. April um 19:00 Uhr ihre Türen, um ihre Sammlungen und Initiativen dem Publikum vorzustellen. Die im gesamten Stadtgebiete verteilt liegenden Orte waren durch drei im engen Takt verkehrende Shuttle-Buslinien der Rheinbahn verbunden.

Der Rheinbahn-Betriebshof Am Steinberg öffnete erstmals seit 2011 in der Nacht der Museen wieder für Besucher. Diese konnten stilgerecht mit dem "Rollenden Museum" auf das Gelände im Stadtteil Bilk anreisen.

Vorbereitungen seit Anfang 2016

Nachdem die Hallen fast fünf Jahre nicht mehr von der Rheinbahn genutzt worden waren, ist der über hundertjährige, teilweise denkmalgeschützte Betriebshof seit Mitte Dezember 2015 wieder Standort für historische Bahnen.

In der Nacht der Museen konnte der immer wieder an die Rheinbahn und die "Linie D" herangetragene Wunsch, das authentische Betriebshofgelände und den Oldtimer-Wagenpark der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, realisiert werden. Auf Vorschlag des Vereins wurden gleich zwei "Veranstaltungsorte" ins Programm aufgenommen:

  • Betriebshof Am Steinberg: Historische Straßenbahnen - Blick hinter die Kulissen
  • Das "Rollende Museum": Einsteigen bitte! - Rundfahten mit der historischen Straßenbahn

Zuerst war die Herrichtung des Jahre leer stehenden Gebäudes angesagt. Diese Jahre hatten ihre Spuren hinterlassen. Mitglieder des Verein stellten sich der Aufgabe und konnten die rund 2.500 m2 große Werkstatthalle in einen vorzeigbaren Zustand versetzen. Nachdem mit dem letzten Pinselstrich Farbe aufgetragen und der allerletzte Dübel gesetzt wurde, war es geschafft: So sah der Betriebshof in den letzten Betriebsjahren aus.

Nacht der Museen
Letzte Vorbereitungen der "Linie D" am frühen Nachmittag des 9. April.
Auch die "Rheinbahn" wurde von Vereinsmitgliedern mit vereinten Kräften "in Form" gebracht.
Nacht der Museen

3.100 Besucher werfen einen Blick hinter die Kulissen

Um 19:00 Uhr öffneten sich die Tore für die ersten - bereits wartenden - Besucher. In der Halle wurden die Rheinbahn-Oldtimer präsentiert - vom 1921 in Dienst genommenen "Fünffenster-Zug" bis zu den achtachsigen Gelenkwagen, die noch zur Jahrtausendwende im Linienberieb fuhren: Rund 100 Jahre Stadt- und Verkehrsgeschichte.

Auf neu gestalteten Displays wurden die Wagen jeweils in Verbindung zu ihrer Entstehungszeit vorgestellt:

  • 583+797, "Fünffensterzug", Baujahr 1921/1925
  • 954, "Sechsfenstertriebwagen", Baujahr 1928
  • 267+316, "Niederflurzug", Baujahr 1937
  • 14+332, "Kriegsstraßenbahnzug", Baujahr 1948/1949
  • 380, "Aufbautriebwagen", Baujahr 1950
  • 5101, Großraumtriebwagen (Fahrschulwagen), Baujahr 1954
  • 2501, sechsachsiger Gelenktriebwagen, Baujahr 1956
  • 1269, achtachsiger Gelenktriebwagen (Fernlinie "K"), Baujahr 1966
Nacht der Museen
Die tagsüber lichtdurchflutete Halle bot den Besuchern in der Nacht durch die Hallenbeuchtung und die beleuchteten Fahrzeuge eine besondere Atmosphäre.

Die Betriebsfahrzeuge waren durch die Schneekehre 5111, Baujahr 1925, und einen "Arbeitszug" bestehend aus dem Triebwagen 5233, Baujahr 1950, mit dem Streuwagen 5305, Baujahr 1984, und dem Sandwagen 5304, Baujahr 1943, vertreten.

Auf dem Außengelände präsentierte sich 2151 "Queen Mary", Baujahr 1966, in frischen Lack.

Besucher, die noch mehr über den Steinberg und seine historischen Fahrzeuge erfahren wollten, konnten an den halbstündlich angebotenen Führungen teilnehmen und dabei auch Einblicke ins Innere der Fahrzeuge nehmen.

 

Nacht der Museen

Großer Andrang herrschte bei den Führungen, die durch die "Linie D" angeboten wurden. Dabei bestand die Möglichkeit die historischen Fahrzeuge auch von innen zu besichtigen.

Die Mitarbeiter des Vereinsstands informierten über den Verein und verkauften die Publikationen des Vereins. Nicht wenige der Besucher wollten eine Erinnerung an diese Nacht im Steinberg nach Hause mitnehmen.

Nacht der Museen
Der Vereinsstand bot für die großen und kleinen Besucher Erinnerungen an die Museumsnacht: vom Fachbuch bis zur Postkarte.

Für musikalische Unterhaltung sorgte bis zur Schließung des Gebäudes um 01:00 Uhr eine Harfenistin und ein DJ.

Nacht der Museen Nacht der Museen
Die ausgestellten Fahrzeuge wurden anhand neu entworfener Displays jeweils im Zusammenhang zu ihrer Entstehungszeit vorgestellt. Hier der Tw 958: Es geht aufwärts, die "Goldenen Zwanziger".
Die nächtlichen Harfenklänge vor der Schneekehre 5111 sorgten für eine ganz besondere, harmonische Stimmung. Das  Instrument, mit dem Elena Janzen die Besucher verzauberte, ist gleichfalls über 100 Jahre alt.

Ein besonderer Blick "hinter die Kulissen"

Kernstück des Steinberg-Geländes ist die 1911 erbaute denkmalgeschützte, siebengleisige "Abstellhalle", die zurzeit noch nicht befahrbar ist. Sie diente zur Abstellung der Linienfahrzeuge wie auch zur Durchfahrung der Anlage.

Nacht der Museen

Die für die Entstehungszeit moderne Spannbetonkonstruktion mit den Spitzbögen wurde durch eine Lichtinstallation in Szene gesetzt. Wechselnde Farbspiele modulierten die besondere Archtitektur ständig neu und verliehen dem Raum eine faszinierende Atmosphäre.

Nacht der Museen
Ein besonderer Blickfang war in der Nacht die Abstellhalle, deren Beleuchtung eindrucksvoll die besondere Architektur hervorhob.

Einsteigen bitte! - Rundfahrten mit der historischen Straßenbahn

Wer stilvoll zum historischen Depotgelände anreisen wollte, konnte das "Rollende Museen" nutzen. Vier Oldtimer verbanden im 20-Minuten-Takt den Steinberg mit der Innenstadt, den Hauptbahnhof und den zentralen Graf-Adolf-Platz. Eine Möglichkeit, die intensiv genutzt wurde, wie die bis zum Schluss vollen Züge zeigten. Im Sonderverkehr auf der Strecke waren:

  • 2432+1700, GT6+B4, Baujahr 1961
  • 2498, "Speisewagen-GT8", Baujahr 1960
  • 2663+1689, GT8+B4, Baujahr 1969/1961
  • 2701, "Neusser GT6", Baujahr 1961

Eine gelungene Präsentation

Der Steinberg gehörte in der Nacht der Museen mit 3.100 Besuchern zu den meistbesuchten Veranstaltungsorten. Mit der Ausstellung auf dem Betriebshof und den Oldtimern konnte dem kulturinteressierten Düsseldorfer Publikum ein interessanter Aspekt der Stadtgeschichte näher gebracht werden, der viele in besonderer Weise ansprach. Am Ausgang war daher als häufig geäußerte Frage zu hören: "Wann ist hier wieder offen? Ich würde gerne noch mehr sehen."

Die positive Resonanz der Besucher ist auch Dank für die vielen Tage der Vorbereitung und für die Durchführung der Veranstaltung durch Vereinsmitglieder und Rheinbahn-Mitarbeiter.

(Text: hm, Fotos: bm)

Aktuell

4. Februar

Vom 3. bis zum 5. Februar fand zum sechsten Mal das "Duesseldorf Photo Weekend 2017" statt. Rund 70 Galerien, Museen und Institutionen beteiligen sich an den Präsentationen renommierter Fotografen. Dabei reichte die Bandbreite der ausgestellten Werke von der klassischer Fotografie bis hin zu neuesten Tendenzen im Bereich der Neuen Medien und machte Düsseldorf an diesem Wochenende einmal wieder zur „Welt-Foto-Hauptstadt“.

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<Linie D>,
Ausgabe 2.2016

<Linie D>, Ausgabe 1.2015

Aus dem Inhalt:

Aktuell:
Die Restaurierung des GT8SU 3206
Die Rheinbahn in Daten

Betriebshof Am Steinberg:
Veranstaltungen 2016

Nahverkehrsgeschichte der Region:
Die Geschichte des Neusser Obus-Betriebes

ÖPNV international:
Częstochowa

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Steinberg

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"Linie D" setzt sich für die Erhaltung des historischen Betriebshofs Am Steinberg als Mobilitätszentrum und als Standort für die historischen Düsseldorfer Bahnen ein.

Weitere Informationen auch unter
www.am-steinberg.com

 

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