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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

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29. Juni 2018: Erster modernisierter NF6 zurück im Liniendienst

NF6 2102
Der Wagen 2102 ist der erste modernisierte NF6 der Rheinbahn und befindet sich seit dieser Woche zurück im Liniendienst, hier an der Poststraße. (Foto: as)

Seit dieser Woche befindet sich der erste modernisierte NF6 der Rheinbahn zurück im Liniendienst. Der Wagen 2102 wurde im September 2016 zur Leipziger Firma IFTEC überstellt, dort umfassend modernisiert und kehrte nach 14 Monaten, im November 2017 zur Rheinbahn. Anschließend folgte die Inbetriebsetzung in den Rheinbahn-Werkstätten.

In den Jahren 1996 bis 1999 hat die Rheinbahn ihre ersten 48 Niederflurtriebwagen von der Duewag in Dienst gestellt (Niederfluranteil 70%, Reihe 2101 – 2148). Um die Fahrzeuge weitere 16 Jahre einsetzen zu können, wurde vor zwei Jahren ein Sanierungsprogramm der Wagen bei der Fa. IFTEC in Leipzig begonnen.

NF6 2102

Ein Blick in den Fahrgastraum offenbart die augenfälligsten Veränderungen nach der Modernisierung: Weiße Innenverkleidungen, graue Kunstlederbezüge der Sitze sowie ein neuer Bodenbelag lassen den Wagen 2102 wie ein Neufahrzeug wirken. (Foto: ve)

Vergleichbar zu den „Generalüberholungen“ der Duewag-Gelenkwagen in den 1970er bis 1990er Jahren wurde der Tw 2102 bei der Fa. IFTEC in Leipzig vollständig entkernt, der Wagenkasten gesandstrahlt und ausgebessert. Die Fahrwerke, die Fahrelektronik und alle technischen Komponenten mitsamt den Türen wurden überholt und in bekannter Ausführung wieder eingebaut. Der Unterboden (jetzt aus Kunststoff statt Holz) und der Fußboden wurden neu verlegt. Änderungen bzw. Modernisierungen hat es im Innenraum gegeben, wobei sich die Gestaltung nach dem aktuellen Rheinbahn-Design richtet, das bereits bei den zuletzt gelieferten VDL-Bussen der Reihe 7800 und zukünftig bei den neuen HF6-Triebwagen angewendet wurde bzw. wird:

  • die Innenverkleidungen an Seiten und Decke sind nun weiß, die Rückwand der Fahrerkabine ist rot,
  • die Bestuhlung ist unverändert angeordnet, neu sind graue Kunstlederbezüge anstelle des bisherigen blauen Stoffbezuges,
  • das Lichtband an der Decke ist optisch unverändert, statt der bisherigen Leuchtstoffröhren sind nun aber LED-Röhren im Einsatz. Das Fahrlicht verwendet ebenfalls LED-Lampen,
  • neu ist eine digitale Videoüberwachung mit zwei Kameras pro Wagenteil (sechs Kameras im gesamten Wagen),
  • der Fahrerarbeitsplatz wurde neu konzipiert und mit einem neuen Sitz ausgestattet. Das Gerätebrett wurde zur besseren Bedienung einige Zentimeter höher angeordnet und die Armaturen weitgehend an die NF8 / NF10 / NF8 U-Triebwagen angepasst, was auch eine verbesserte Handhabung ermöglicht. Die Belüftung der Fahrerkabine wurde verbessert.  

NF6 2102

Das Armaturenbrett wurde weitgehend an das der NF8-/ NF10- und NF8U-Triebwagen angepasst. (Foto: ve)

Beibehalten wurde die Zugbildungsmöglichkeit, auch wenn derzeit keine Doppeltraktionen aus NF6 eingesetzt werden. Außen erhielt der Wagen eine neue silberne Lackierung mit seitlichen roten Kontrastflächen neben den Bug- und Heckbereichen. Im Gegensatz zu den modernisierten GT8SU ist die Lackierung wieder silbern wie bei den NF8 und NF10.  

Für die Überarbeitung aller 48 Triebwagen sind 26 Mio. Euro veranschlagt. Die Arbeiten bei der Fa. IFTEC soll pro „Serienwagen“ acht bis zehn Wochen dauern, bis zum Jahr 2019 soll das gesamte Modernisierungsprogramm abgeschlossen sein. Entgegen der ersten Überlegungen werden alle 48 NF6-Triebwagen saniert.

NF6 2102
Vergleich zwischen alter rot-weißer Lackierung aus den 1990er Jahren und der aktuellen Lackierung des Wagens 2102 in silber mit roten Kontrastflächen. (Foto: ve)

Derzeit befinden sich vier NF6 zur Modernisierung in Leipzig. Der Auftrag an die Firmen IFTEC und Kiepe Electric sieht eine Modernisierung von 40 Wagen des Typs NF6 zum Preis von insgesamt 20 Millionen Euro vor. Für die Modernisierung der restlichen 8 Wagen des Typs NF6 besteht eine Option.

(ve/as)

Aktuell

29. September 2018

Keine Leichtgewichte und schon gar nicht „von Pappe“ waren die 99 Haltestellentafeln, die am Samstag, 29. September 2018, im Bürgerhaus von Erkrath-Hochdahl von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr zum Verkauf standen. Wer sich sein Stück Erkrather Verkehrsgeschichte sichern wollte, hatte sich schon sehr lange vor dem Öffnen der Portale der Erkrather Bürgerhalle in die Warteschlange eingereiht.

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Neu im Shop

<Linie D> Ausgabe 2.2018

 

Aus dem Inhalt:

Düsseldorfer Haltestellen im Wandel der Zeit (Fortsetzung)

Das Einsatzende der Rheinbahn-Zweiachser im Regelbetrieb 1973/74

"Weniger Stop. mehr Go!" - Die MetroBusse bei der Rheinbahn

 

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zur Bestellung: redaktion@linied.net

Düsseldorfer Verkehrsgeschichte - Historische Busse und Bahnen in Düsseldorf

<Linie D>, Ausgabe 1.2015

2010 erschien unter dem Titel "Historische Straßenbahnen in Düsseldorf" erstmalig unsere Zusammenstellung der in Düsseldorf erhaltenen historischen Bahnen. Diese Broschüre wurde nun aktualisiert und um einen Busteil ergänzt:

In Düsseldorf gibt es eine große Anzahl von historischen Straßenbahnen, die überwiegend betriebsfähig sind. Aber auch Oldtimer-Busse vom Büssing-"Schauzenbus" bis zum MAN S 80 repräsentieren die Verkehrsgeschichte in der Landeshauptstadt. Insgesamt sieben historische Busse sind jetzt mit einer kurzen Textbeschreibung, technischen Daten und einem Bild in die Broschüre neu aufgenommen worden.

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Steinberg

Steinberg

"Linie D" setzt sich für die Erhaltung des historischen Betriebshofs Am Steinberg als Mobilitätszentrum und als Standort für die historischen Düsseldorfer Bahnen ein.

Weitere Informationen auch unter
www.am-steinberg.com