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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

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Mit einem lauten Knall - Außerirdisches besucht Rheinbahn

Man kennt die Rheinbahn über die Stadtgrenzen hinaus, in Deutschland uns sogar weltweit. Nun besucht Außerirdisches die Rheinbahn. Auf einer anscheinend längeren Visite besucht seit der Nacht von Montag, 21.04. auf Dienstag, 22.04.2008 ein Meteorit die Landeshauptstadt. Um Düsseldorf besser kennen zu lernen landete dieser auf dem Jan-Wellem-Platz, am Abfahrtsbahnsteig der historischen Stadtrundfahrten. Da Außerirdisches meist von oben kommt, ebenso der derzeitige Besucher, gab es bei der Landung jedoch Komplikationen.

Einschlag Dach
Der Meteorit durchschlug das Dach der Wartehalle.

Der Meteorit bewunderte die Wartehalle an Bahnsteig 7 erst aus der Luft um dann auf der Sitzgelegenheit Platz nehmen zu wollen. Da er seine Landegeschwindigkeit anscheinend nicht richtig einschätzte durchschlug er das Dach, zerstörte und entzündete die ausgewählte Sitzgelegenheit und bohrte sich in den Boden ein. Anscheinend unter Schock und nicht ansprechbar verweilt er seitdem dort.

Einschlag Boden
Der Meteorit hatte eine so starke Einschlaggeschwindigkeit dass er die Bodenplatten zerschlug und sich in den Boden eingrub.

Durch die beim Eintritt in die Erdatmosphäre entstandene Hitze entzündete sich die Sitzgelegenheit. Die Rheinbahn nahm den Vorfall auf, sah aber, da es sonst keine weiteren Verletzten gab, von einer Anzeige und Schadensersatzforderung ab. Im Gegenteil, sie wird dem außerirdischen Besuch beweisen dass irdisches Wesen gastfreundlich ist und den Meteorit zu einer Stadtrundfahrt einladen. Ob und wo der Meteorit künftig zu sehen sein wird, ist noch nicht geklärt.

Einschlag Wartehalle
Das Gesamtbild - im Hintergrund übrigens ein erster Hinweis für den “Gast” - eine Unfallversicherung kann nicht schaden!

Haben Sie sich auch gewundert? Über die Meldung oder über den “Totalschaden” am Jan-Wellem-Platz?

Natürlich handelt es sich hier nicht um einen reellen Einschlag. Diese, sowie weitere gestaltete Wartehallen der Rheinbahn am Jan-Wellem-Platz, stehen im Zusammenhang einer Outdoor-Kreativ-Ausstellung der Firma Wall.

Die Wall AG bot Düsseldorfer Kreativ-Agenturen an, Buswartehallen, Stadtinformationsanlagen und Litfaßsäulen einmal so richtig aufzumöbeln – und zwar frei von Vorgaben. Zusammen mit Vertretern der teilnehmenden Agenturen eröffnete das Unternehmen heute am Jan-Wellem-Platz die Outdoor-Kreativ-Ausstellung.

Fünf Agenturen – Ogilvy & Mather, HÄSSELBARTH UND FREUNDE, Euro RSCG, COFFEIN und Grey – setzten ihre Ideen für Großkunden wie GlaxoSmithKline, Boehringer Ingelheim Pharma bis zum lokalen Schlüsseldienst an Werbeträgern für City Light Poster um. Das Ergebnis der Kreationen zeigt die Schlagkraft der Außenwerbung, wenn es darum geht, zu überraschen, zu begeistern und gewohnte Blickwinkel auf den Kopf zu stellen.

„Durch die Kombination von Ideenreichtum und qualitativ hochwertigen Werbeträgern sind ungewöhnliche Umsetzungen entstanden, die echte eye-catcher im öffentlichen Raum sind“, zeigte sich Stephan von Wrede, Vorstand Sales & Marketing der Wall AG, begeistert. „Die Leistungsfähigkeit und das kreative Potential der Außenwerbung werden durch die Ausstellung unterstrichen. Die Rheinmetropole Düsseldorf wird wieder einmal ihrem Ruf als kreative Hochburg gerecht.“

Die ausgewählten Ideen sind bis zum 28. April 2008 auf dem Jan-Wellem-Platz zu bestaunen. Die öffentliche Ausstellung der Entwürfe war ein besonderer Anreiz für die Agenturen, um eigene Ideen einem breiten Publikum zu präsentieren und Kunden an konkreten Beispielen von ihrer Kreativität zu überzeugen.

Die Ideen Ogilvy & Mather hat für Provinzial Versicherung an einer Wartehalle deutlich gemacht, dass eine gute Unfallversicherung immer sinnvoll ist. Ein Meteoriteneinschlag durch das Dach der Wartehalte zeigt, wie gefährlich das Leben sein kann.

Wie wichtig ein robustes Gepäckstück auf Reisen ist, veranschaulicht die Agentur Coffein mit ihrer Werbung für den Kofferhersteller Rimowa. Eine CLP-Vitrine mit Wechslertechnik zeigt auf drei Postern, wohin sich ein Koffer überall verirren kann.

HÄSSELBARTH UND FREUNDE lassen eine Warthalle auf dem Kopf stehen, um eine Fahrt in der Achterbahn Euro-Star zu simulieren. Eine elektronische Stadtinformationsanlagen wirbt für eine „Politik mit dem Einkaufskorb“ und eine Unterstützung des Vereins „Fair Trade“, der sich für die Förderung des fairen Handels einsetzt. Mit Hilfe der Wechslertechnik wird verdeutlicht, welche Konsequenzen ein unbedachter Einkauf haben könnte.

Grey verwandelt Wartezeit in Lesezeit und baute die Plakatvitrine einer Wartehalle für das Buchhaus Antiquariat Stern-Verlag zum aufgeklappten Buch um. Um für NiQuitin, das Nikotinpflaster und die Lutschtabletten des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline zu werben, wurde eine Litfaßsäule zur aufgerauchten Zigarette umgestaltet. Sehr verschlossen zeigt sich die Idee, die Grey für den lokalen Schlüsseldienst Fritze realisiert hat: Eine Glasfront verwehrt Passanten den Zutritt zur Tram-Wartehalle. Glücklicherweise hält das gut sichtbare Schild an der Scheibe neben der Frage „Ausgesperrt?“ auch gleich die Service-Nummer des Schlüsseldienstes bereit. Für die Partnervermittlung be2 griff die Agentur in die psychologische Trickkiste. Wer sich auf dem außen an der Wartehalle montierten Einzelsitz „außen vor“ fühlt, braucht sich zur Lösung seines Singleproblems nur noch die Internetadresse notieren, die das Werbeplakat anbietet.

Mit ihrer auf den Kopf gestellten Plakatvitrine für Boehringer Ingelheim Pharma will Euro RSCG Passanten animieren, bei den ersten Anzeichen von Kopfschmerzen lieber gleich zu Thomapyrin zu greifen, bevor die unangenehmen Folgen alles auf den Kopf stellen.

(Text und Fotos: Björn Domuradt)

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