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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

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6. Februar 2014 - Jan-Wellem-Platz acht Tage gesperrt

Jan-Wellem-Platz
Blick aus der Vogelperspektive auf den Bereich östlich des Jan-Wellem-Platzes. In Fahrtrichtung von Nord nach Süd verläuft aktuell noch die Gleis- und Straßenführung von der Hofgartenstraße zur Berliner Allee (mit einem NF10 der Linie 701) in der Achse des ehemaligen „Tausendfüßlers“. Aus der Schadowstraße kommend wartet eine NF8 U-Traktion das Signal ab und wird gleich nach links in die Haltestelle Jan-Wellem-Platz einfahren. Oberhalb der beiden Straßenbahnzüge sind u. a. die ersten neu verlegten Schienen und der zukünftige Abzweig für die Linien 706 und 715 in Richtung Altstadt zu erkennen.

Der Jan-Wellem-Platz war seit Anfang der 1960er Jahre neben dem Hauptbahnhof der wichtigste Nahverkehrsknoten in Düsseldorf. Er war in direkter Nachbarschaft zum Hofgarten Treff- und Umsteigepunkt für zahlreiche Straßenbahnlinien, wichtige Drehscheibe im Rheinbahn-Gleisnetz sowie über Jahrzehnte auch Endstelle für mehrere Straßenbahn- und Busfernlinien.

In Zusammenhang mit dem städtebaulichen Projekt „Kö-Bogen“ hat der Jan-Wellem-Platz seit dem Jahr 2010 diese Funktionen weitgehend abgegeben und streng genommen ist auch der eigentliche Platz mit dem Namen des Kurfürsten „abhanden“ gekommen. Auf dieser Fläche stehen heute die beiden Gebäude des „Kö-Bogens“. Vor ziemlich genau vier Jahren haben die ersten Umbauten begonnen (siehe hier). Im Herbst 2015 mit Eröffnung der „Wehrhahnlinie“ wird der Jan-Wellem-Platz an der Oberfläche dann nur noch eine Zwischenhaltestelle der Straßenbahnlinien in Nord-Süd-Richtung sein mit Umsteigemöglichkeit zur neuen U-Bahn.

Jan-Wellem-Platz
In Höhe der „Tuchtinsel“ wechselt das Gleis der Linie 701 in Richtung Berliner Allee auf die östliche Straßenseite, und zwar an den linken Fahrbahnrand.

In Zusammenhang mit der „Kö-Bogen“-Bebauung und u. a. als Ersatz für die ehemalige Autohochstraße „Tausendfüßler“ entstehen im Umfeld außerdem mehrere Autotunnel in offener Bauweise. Zur Vorbereitung der nächsten Bauabschnitte für die unterirdischen Fahrbahnen in Nord-Süd- und in Süd-Nord-Richtung werden in den nächsten Tagen nochmals umfangreiche Sperrungen rund um den Jan-Wellem-Platz nötig, so dass an acht vollen Tagen vom 7. bis zum 14. Februar hier gar keine bzw. nur eingeschränkt Straßenbahnbahnen verkehren können. Auch mehrere Buslinien müssen weiträumig umgeleitet werden. Die anstehenden Sperrungen für die Straßenbahnlinien unterteilen sich in zwei Phasen:

  • am verlängerten Wochenende 7., 8. und 9. Februar (Freitagfrüh bis Sonntagabend) können die Straßenbahnlinien 701, 703, 706, 712, 713 und 715 den Jan-Wellem-Platz gar nicht anfahren. Alle Linien werden über die Kreuzung Jacobistraße und den Hauptbahnhof umgeleitet, die Linie 703 kann zudem die Endstelle an der Kirchfeldstraße nicht anfahren (Umleitung zum Polizeipräsidium). Der gesamte Innenstadtbereich rund um Jan-Wellem-Platz und Heinrich-Heine-Allee einschließlich der Haltestellen Nordstraße U-Bf., Sternstraße und Steinstraße U-Bf. ist dann vorübergehend „straßenbahnfrei“, während am Hauptbahnhof elf Straßenbahnlinien gleichzeitig verkehren.
  • von Montag, 10. Februar, bis einschließlich Freitag, 14. Februar, kann die Ost-West-Achse über den Jan-Wellem-Platz (Altstadt / Heinrich-Heine-Allee – Schadowstraße / Jacobistraße) wieder wie gewohnt befahren werden. Für die Linien 701, 706 und 715 in Fahrtrichtung Steinstraße bzw. Heinrich-Heine-Allee gelten in diesem Zeitraum aber noch Umleitungen über Jacobistraße und Heinrich-Heine-Allee, wie sie schon einmal von Februar bis Juni 2013 in dieser Richtung galten (und in der Gegenrichtung noch fortbestehen).

Während der mehrtägigen Sperrungen erhalten die in Ost-West-Richtung verkehrenden Linien eine neue Gleisführung zwischen Jan-Wellem-Platz und Schadowstraße. Für die aus Richtung Kaiserstraße / Hofgartenstraße kommenden Bahnen, die parallel zu den neuen Tunnelröhren für den Autoverkehr fahren, werden umfangreiche Verschwenkungen zwischen den Baufeldern erforderlich. Vom Dreischeibenhaus bis zur Immermannstraße wechseln die Gleise dabei einige Meter weiter nach Osten. Am 15. Februar ab Betriebsbeginn gelten dann wieder die „normalen“ Linienwege in der Innenstadt.

(ve)

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