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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.

News

23. Januar 2015 – Hoch hinaus!

Turmwagen
Der Turmwagen 9886 der Rheinbahn wurde heute auf dem Btf. Lierenfeld vorgestellt, im Bild als Schienenfahrzeug. Der neueste Arbeitswagen der Rheinbahn hat 520.000 Euro gekostet.

Üblicherweise fahren Straßen- oder Stadtbahnen unter Oberleitungen. Für die Installation, Wartung und Reparatur der Oberleitungen werden regelmäßig spezielle Fahrzeuge vorgehalten, denn diese Arbeiten sind von „Höhe Null“ aus nicht möglich. Vier große Hub- bzw. Turm-LKW hat die Rheinbahn deshalb in ihrem Fuhrpark für genau diese Aufgaben in ihrem 350 Kilometer langen Streckennetz. Der neueste davon steht kurz vor der Abnahme und wurde heute im Btf. Lierenfeld vorgestellt.

Der neue Turmwagen 9886 verfügt über eine um 360° drehbare Scheren-Arbeitsbühne. Neben dem üblichen Dieselantrieb ist für den Arbeitseinsatz auf Tunnelstrecken und zur Geräusch- und Emissionsvermeidung an der Oberfläche zusätzlich ein Batterie-Elektroantrieb vorhanden. Eine Batterieladung reicht für eine Arbeitszeit von drei Stunden. Als Zweiwegefahrzeug verfügt der LKW über ein absenkbares zweiachsiges Schienenfahrgestell. Für den Betrieb als Schienenfahrzeug sind auch eine Totmanneinrichtung und natürlich eine Straßenbahnglocke und eine Sandstreuanlage vorhanden. Der hydrostatische Antrieb erlaubt Schienenfahrten mit bis zu 30 km/h.

Turmwagen
Das Schienenfahrwerk senkt sich ab. Über dem rechten Schienenrad ist die Sandstreueinrichtung zu erkennen.
Arbeitsstellung, Heckansicht mit ausgelenkter Arbeitssbühne.
Turmwagen

Der Aufbau des Turmwagens erfolgte auf einem Mercedes-Benz Axor-Fahrgestell mit Euro 5-Motor. Das Großraum-Fahrerhaus mit Schiebetüren ist aus GFK hergestellt und damit korrosions- und wartungsfrei. Für die Mannschaft des Turmwagens sind vier Plätze in der Kabine vorhanden, die zugleich Aufenthalts- und Pausenraum ist. Unterhalb der Arbeitsbühne und am Fahrgestell sind zahlreiche Staufächer für Material und Werkzeuge vorhanden, um für den Arbeitseinsatz alle notwendigen Geräte und Einbauteile mitführen zu können.

Turmwagen
Blick in einige Staufächer. Neben etlichen Kleinteilen für den Oberleitungsbau ist unter den kleinen Materialboxen das wichtigste Ausrüstungsteil des Turmwagens zu erkennen: Die Erdungsstange!

Die europaweite Ausschreibung und die Beschaffung des neuen Turmwagens 9886 haben rund zwei Jahre in Anspruch genommen. Auf der „innotrans 2014“ im September war das Fahrzeug ausgestellt, danach erfolgte die Auslieferung an die Rheinbahn und im Anschluss die Aufrüstung und Inbetriebnahme. Aufbauhersteller ist das auf Spezial- und Kommunalfahrzeuge spezialisierte Unternehmen Hilton in Niedersachsen, das im Jahr 2009 die Schörling Brock GmbH übernommen hat. Jeder Turmwagen ist ein Unikat, der genau entsprechend den gestellten Anforderungen konzipiert und hergestellt wird.

Turmwagen
Von der Arbeitsbühne aus ist die Oberleitung in Augenhöhe zu sehen. Normalerweise ist jede Berührung lebensgefährlich, durch die Isolierung der Turmwagenbühne passiert jedoch nichts (sofern die unterschiedlichen Speisebezirke beachtet werden – der Trenner befindet sich unmittelbar voraus).

(ve)

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13. September 2021

Den bundesweiten Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021 haben Rheinbahn und "Linie D" genutzt, um der interessierten Öffentlichkeit - nach einer Corona-Pause im letzten Jahr - wieder einen Einblick in die denkmalgeschützten Hallen des historischen Betriebshofs Am Steinberg zu gewähren. Gleichzeitig öffnete auch die Jubiläumsausstellung der Rheinbahn in der wieder für Besucher zugänglichen "Abstellhalle" des Depots.

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"Linie D" setzt sich für die Erhaltung des historischen Betriebshofs Am Steinberg als Mobilitätszentrum und als Standort für die historischen Düsseldorfer Bahnen ein.

Weitere Informationen auch unter
www.am-steinberg.com